Am 17.01.2026 wurde eine Ausstellung im Glasmuseum Bad Driburg eröffnet, die sich in doppelter Hinsicht mit Glas befasst.

Die neue Präsentation historischer Motive aus der Bad Driburger Glashistorie sowie der dazugehörigen Glasplattennegative stößt auf große Begeisterung.

Viele Gäste besuchen die Ausstellungseröffnung

Begrüßung und Dank an die engagierten Beteiligten

Zu Beginn der Eröffnung begrüßte Josef Reckers, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Glasmuseum Bad Driburg e.V., die zahlreichen Gäste. Besonders freute ihn, dass neben vielen Kurgästen auch zahlreiche Bad Driburgerinnen und Bad Driburger den Weg ins Museum gefunden hatten. Einige ältere Besucher kannten den Namensgeber der Ausstellung sogar noch persönlich – denn wer früher Pass-, Familien- oder Vereinsfotos benötigte, ging selbstverständlich zu „Knipse Karl“ ins Studio Meiners.

Reckers hieß zudem die Vertreter der Presse willkommen, deren Berichterstattung die glasgeschichtliche Arbeit des Museums weiter bekannt mache.

Josef Reckers begrüßt die Gäste

Anschließend gab er einen kurzen Einblick in die Entstehung der Ausstellung:
Auf der Mitgliederversammlung 2024 des Fördervereins hatte Hubert Meiners, Enkel von Karl Meiners, Glasplattennegative mit Motiven aus den Glashütten vorgestellt. In den darauffolgenden Vorstandssitzungen entstand die Idee, daraus eine eigene Sonderausstellung zu entwickeln.

Heute werden sechzehn ausgewählte Original-Negativplatten in neu geförderten, hell ausgeleuchteten Vitrinen präsentiert. Von ihnen wurden großformatige Positive im A3-Format erstellt und auf Hartschaumplatten an Stellwänden angebracht. Federführend bei der Umsetzung waren Heiner Düsterhaus und Michael Gäde.

Ergänzend dazu sollten weitere alte Fotos aus der Bad Driburger Glashistorie gezeigt werden. Friedhelm Macke entwickelte daraus eine begleitende digitale Präsentation, die auf einem Monitor in der Ausstellung zu sehen ist:

Einblicke in das Werk von Karl Meiners

Josef Reckers übergibt das Wort an Hubert Meiners

Hubert Meiners, der Enkel von Karl Meiners (1890–1969), berichtete über die Arbeit seines Großvaters. 2009 hatte er auf dem Dachboden seines Hauses rund 600 Glasplattennegative entdeckt – ein fotografischer Schatz, der das Leben in Bad Driburg zwischen etwa 1910 und 1960 eindrucksvoll dokumentiert.

Hubert Meiners berichtet über die Arbeit seines Großvaters

Besonders dankte er den Personen, die ihn bei der Sichtung und Einordnung des Archivs unterstützt haben:

Iride Zapfe vom Fotostudio Zapfe reinigte und digitalisierte die Platten.

Waldemar Becker und Dr. Udo Stroop halfen bei der geschichtlichen Einordnung.

Die aktuelle Ausstellung „Knipse Karl“ im Glasmuseum bezeichnete Hubert Meiners als ganz hervorragend. Mit großer Wertschätzung dankte er dem gesamten ehrenamtlichen Team, das das kulturelle Erbe seines Großvaters so eindrucksvoll sichtbar gemacht habe.

Begeisterte Besucherinnen und Besucher

Viele Gäste äußerten ihren Dank an die Ehrenamtlichen des Fördervereins und an Hubert Meiners. Die anschauliche Darstellung der Bad Driburger Glashistorie fand großen Zuspruch. Einige Besucher erkannten sogar Verwandte auf den Fotos wieder oder erinnerten sich an eigene Besuche im Fotostudio Meiners.

Über die gelungene Ausstellungseröffnung freuen sich (v. links) Michael Gäde, Friedhelm Macke, Hubert Meiners, Heiner Düsterhaus, Josef Reckers – Foto: Doris Dietrich –

Öffnungszeiten der Ausstellung (bis Ende Mai 2026)

  • Januar: samstags und sonntags von 14:00 bis 16:00 Uhr
  • ab Februar: samstags und sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr

Der Eintritt ist frei, eine Spende wird gern gesehen.

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