Dr. Peter Kleine liest aus „MÖRDERISCHE EIFERSUCHT“

Am 22. April 2026 fand im Glasmuseum Bad Driburg die mit Spannung erwartete Lesung des Bad Driburger Autors Dr. Peter Kleine statt. Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer waren der Einladung gefolgt, nachdem Plakate, Presseberichte und Beiträge in den sozialen Medien auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht hatten. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Förderkreises Glasmuseum Bad Driburg e.V. hatten die Eingangshalle stimmungsvoll vorbereitet und eine passende Bilderpräsentation arrangiert.

Sehr viele Gäste haben sich eingefunden.

Begrüßung und persönlicher Rückblick

Josef Reckers, Vorstandsvorsitzender des Förderkreises, begrüßte die Gäste und den Autor herzlich. Er erinnerte daran, dass ein zufälliges Gespräch mit Peter Kleine beim Adventsmarkt – „am Stehtisch, mit einem Glas Glühwein in der Hand“ – den Anstoß zu dieser besonderen Veranstaltung gegeben habe. Der gemeinsame Bezug zum (Wein-)Glas und regionaler Geschichte habe ins Glasmuseum geführt.

Josef Reckers (rechts) begrüßt die Gäste.

Peter Kleine bedankte sich seinerseits beim Förderkreis und dem Museumsteam für die Möglichkeit, seine Werke im Glasmuseum vorzustellen. Als besondere Geste überreichte er ein signiertes Exemplar seines Buches für eine Museumsteam-Kollegin, die sich sehr auf den Abend gefreut hatte, jedoch krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Vom Shakespeare-Fan zum Romanautor

Zu Beginn seines Vortrags gab Kleine einen Einblick in seinen persönlichen Werdegang. Sein Doktorvater, ein leidenschaftlicher Shakespeare-Kenner, habe ihn früh an die Werke des englischen Dramatikers herangeführt. Nach seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst durchkreuzte die Corona-Pandemie zunächst alle Pläne für den Ruhestand. Das führte schließlich dazu, dass Kleine begann, Shakespeares Dramen und Komödien in moderne Romane zu übertragen. Was als Zeitvertreib begann, entwickelte sich schnell zu einer kreativen Leidenschaft.

Mit spürbarer Begeisterung berichtete er über Shakespeares Leben. Das genaue Geburtsdatum ist unbekannt, doch laut Kirchenbuch von Stratford-upon-Avon wurde Shakespeare am 26. April 1564 getauft. Gestorben ist er am 23. April 1616.

Voller Leidenschaft präsentiert Peter Kleine seinen Lieblingsautor.

Mörderische Eifersucht“ – Othello in Ostwestfalen

Anschließend stellte Kleine seinen Roman „Mörderische Eifersucht“ vor – eine moderne Adaption von Othello. Auszüge aus Veröffentlichungen zum Thema Eifersucht bildeten den Einstieg. Die Schauplätze Venedig und Zypern verlegte Kleine nach Höxter und Prizren im Kosovo.

Othello, der Mohr von Venedig, wird zu dem farbigen Oberstleutnant Thomas Malik, Kommandeur in der General-Weber-Kaserne in Höxter.

Desdemona, Othellos Frau, wird zu Rebecca von Ravensburg.

Der intrigante Jago erscheint als Hauptfeldwebel Niklas Grewe.

Peter Kleine liest aus seinem Roman „Mörderische Eifersucht“.

Die gelesenen Passagen machten eindrucksvoll deutlich, wie von Neid, Rassismus, Egozentrik und Intrigen getriebene Personen liebende, glückliche Menschen in einen zerstörerischen Eifersuchtswahn treiben können. Das tragische Ende folgt ganz im Sinne Shakespeares. Seine Dramen enden immer mit dem Tod.

Ein Abend voller Bezüge, Anekdoten und Ausblicke

Besonders lebendig wurde die Lesung durch Kleines vielfachen Bezüge zu Shakespeares Originaltexten zwischen den Textpassagen sowie durch persönliche Erlebnisse von seinen Reisen zu den Schauplätzen seines Romans. Dadurch entwickelte sich ein kurzweiliges, abwechslungsreiches und zugleich tiefgründiges Literaturerlebnis.

Zum Abschluss gab Kleine einen Ausblick auf sein neuestes Werk „SOMMERNACHTSFANTASIEN“, eine moderne Interpretation von „EIN SOMMERNACHTSTRAUM“

Begeisterte Reaktionen und ein starker kultureller Impuls

Das Publikum dankte mit anhaltendem Applaus. Viele nutzten die Gelegenheit, ein Buch zu erwerben und sich ein persönliches Exemplar signieren zu lassen.

Peter Kleines Bücher sind sehr gefragt.
Peter Kleine lässt es sich nicht nehmen, alle erworbenen Bücher zu signieren.

Josef Reckers bedankte sich im Namen des Fördervereins und der Zuhörenden bei Dr. Kleine für den inspirierenden Abend. Er betonte, wie sehr es ihn freue, dass „DER Shakespeare-Spezialist“ uns den alten Dichter in zeitgemäßer Form so nahgebracht habe. Weiterhin bestätigte er, dass das Konzept aufgehe, das Glasmuseum nicht nur als Ort der Glashistorie, sondern auch zur lebendigen kulturellen Begegnungsstätte weiterzuentwickeln.

Josef Reckers (links) bedankt sich bei Peter Kleine und beim Publikum.
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